Die Klimadebatte kann etwas furchtbar abstraktes sein: CO2-Emmissionshandel, Klimakonferenzen, Gletscherschwund, Abholzung der Regenwälder, Dürrekatastrophen usw. – die Liste der Begriffe ist lang. Vieles ist komplex und hat kaum Bezug zu unserer Alltagswelt.

Um den Klimawandel – und vor allem seine Ursachen – etwas verständlicher zu machen, gibt es zwei einfache und verständliche Konzepte: Den Ökologischen Fußabdruck und das Virtuelle Wasser.

Hinter beiden steckt zwar eine Unmenge an statistischem Zahlen und komplizierte Berechnungen, doch ihre Resultate sind verständlich und Alltagsnah:

 

Der ökologische Fußabdruck

Der Ökologische Fußabdruck sagt, wie viel Naturfläche nötig ist, um den Treibhausgas-Ausstoß von einem Land, einer Stadt, oder auch nur einer einzelnen Person oder einem bestimmten Produkt aufzunehmen.

Wer also wissen will, warum Bayern eine Landfläche so groß wie Spanien braucht, warum Berlin fast bis nach Hamburg reicht und was der World-Overshoot-Day ist, der ist auf folgenden Seiten bestens aufgehoben:

Broschüre zum ökologischen Fußabdruck (PDF)

Website zum ökologischen Fußabdruck

Global Footprint Network

Global Footprint Quiz (englisch)

Der ökologische Fußabdruck Berlins (PDF)

 

Virtuelles Wasser

Virtuelles Wasser dagegen ist  eine Art „Maßeinheit“ für den Wasserverbrauch. Der Begriff täuscht etwas: Der Wasserverbrauch ist durchaus real. Nur entsteht er nicht direkt im Haushalt, sondern in der Landwirtschaft und der Industrie. Nach Angaben des WWF verbraucht so jeder Deutsche am Tag mehr als 5000 Liter Trinkwasser. Die Hälfte davon wird im Ausland verbraucht. Oftmals in Ländern mit ohnehin großer Wasserknappheit – die Globalisierung ist also auch längst beim Wasserverbrauch angekommen.

Hartwig Streusloff von renommierten Fraunhofer Institut hat auf der Tagung für Internationales Wasserressourcenmanagement (IWRM) am 24. und 25. November diesen Jahres unter anderem Folgende Zahlen zum Verbrauch an Virtuellem Wasser vorgestellt:

1 Kilo Steak             ca. 5000 Liter

1 Kilo Zucker           ca. 3000 Liter

T-Shirt                    ca. 23.000 Liter

PKW                        ca. 450.000 Liter

Weiterführende Informationen zum Thema finden sich auf der Seite der Vereinigung Deutscher Gewässerschutz und auf der Seite des World Wide Fund For Nature (WWF)

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